Verwenden Sie die elf Einstellungen des Films unten als Rohmaterial und ordnen Sie diese so, dass daraus ein eigener kurzer Filmbericht entsteht. In diesem Filmbericht sollen alle elf Einstellungen Verwendung finden. Schreiben Sie zu dem Filmbericht einen Begleittext, den Sie bei der Vorführung entweder vom Blatt lesen oder als Audio mitschneiden und parallel zum Filmbericht abspielen. Achten Sie darauf, dass Ihr Kommentar nicht zu sehr von den gezeigten Bildern abweicht – vermeiden Sie nach Möglichkeit Bild-Ton-Scheren.
Nehmen Sie bei der Erstellung des Filmberichtes eine der folgenden Perspektiven ein:
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Nach rechts/links schieben, um Einstellungslänge zu ändern |
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Einstellung ausblenden/wieder einblenden |
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Tonspur ausschalten/einschalten |
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Nach oben/unten ziehen, um Einstellung zu verschieben |
Die folgenden komplexeren Aufgaben zur aussagengebundenen Neumontage setzen die Verfügbarkeit eines Schnittsystems voraus, in das der Film Asylrecht und ggf. auch die Zeitzeugen-Interviews zur freien Bearbeitung eingespielt werden sollen. Die Aufgaben sollen in Gruppen bearbeitet werden. Kipps Aufnahmen dienen den Gruppen als Rohmaterial für neue Schnittfassungen, in denen die Aussagen des Films Asylrecht gezielt umgedeutet werden sollen.
Aufgabe 1Sie sind ein heutiger TV-Journalist und bereiten einen Einzelaspekt des Kipp-Films für eine zeitgeschichtliche Fernsehdokumentation auf. Ein solcher Einzelaspekt könnte eines der im Film gezeigten Aufnahmelager sein oder allgemein die Lebensumstände der Flüchtlinge in den Nachkriegsjahren. Erstellen Sie aus Kipps Aufnahmen eine ca. 2-minütige Sequenz, die einer heutigen Fernsehdokumentation stilistisch entsprechen soll. Suchen Sie passende Musik aus und nehmen Sie einen Sprecherkommentar auf. Beziehen Sie, falls sinnvoll, auch die Zeitzeugen-Interviews mit ein.
Beachten Sie dabei folgendes:Mit Beginn der fast einjährigen Berlin-Blockade am 24. Juni 1948 drohte der längst ausgebrochene Ost- West-Konflikt zeitweise zum offenen Krieg zu eskalieren. Versetzen Sie sich in die Rolle eines Mitarbeiters der in München produzierten amerikanisch-britischen Wochenschau „Welt im Film“ (1945–1952). Sie erhalten 1949 noch während der Berlin-Blockade den Auftrag, aus den Aufnahmen Rudolf Kipps einen 2–4-minütigen Wochenschau- Beitrag zu gestalten, der eine klare antisowjetische und prowestliche Tendenz haben soll. Deuten Sie den Flüchtlingsstrom aus der SBZ vor dem Hintergrund des Ost-West-Konfliktes und lassen Sie die sowjetische Besatzungsmacht als Schuldigen erscheinen. Nehmen Sie dazu einen Sprecherkommentar auf, der entsprechende Aussagen enthält.
Beachten Sie dabei folgendes:Sie sind Mitarbeiter der DDR-Staatswochenschau „Der Augenzeuge“ (1946–1980) und erhalten 1949 den Auftrag, aus Kipps Aufnahmen einen 2–4-minütigen Wochenschau-Beitrag zu gestalten, der eine klare antiwestliche und prosowjetische Tendenz haben soll. Versuchen Sie, Erklärungen für den Flüchtlingsstrom aus der SBZ zu finden, und beziehen Sie auch Stellung zu den zahlreichen Ablehnungen, die bei der Prüfung der Aufnahmeanträge ausgesprochen werden. Nehmen Sie dazu einen Sprecherkommentar auf, der entsprechende Aussagen enthält.
Beachten Sie dabei folgendes: