
In Deutschland fahren so viele Autos wie noch nie zuvor: 47 Millionen. Das heißt, immer mehr Menschen werden dadurch mobil, stehen aber dadurch auch immer öfter im Stau.
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Kein Statussymbol mehr
Immer weniger Menschen machen den
Führerschein
Früher hat Kurt Bartels jungen Leuten das Autofahren beigebracht, heute erklärt er in den Theoriestunden
schon mal die Vorzüge von Bus und Bahn – oder in seinem Fall: Der Schwebebahn. „Der Mobilitätsgedanke hat
sich verändert“, sagt der Fahrlehrer aus Wuppertal. „Heute gehört zum theoretischen Fahrunterricht auch
die Frage, wie man Mobilität intelligent nutzt.“ Bartels ist Vorsitzender des Fahrlehrerverbandes
Nordrhein und arbeitet seit 1981 als Fahrlehrer. In dieser Zeit hat sich viel verändert. Viele tun sich
schwerer beim Fahrunterricht als früher, die Durchfallquoten sind gestiegen, viele brauchen auch mehr
Fahrstunden, was den Führerschein deutlich teurer macht. Gleichzeitig sind das erste eigene Auto und der
Führerschein für viele junge Menschen auch kein Statussymbol mehr. (…)
Aktuelle Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) zeigen, dass die Zahl junger Menschen, die in Deutschland
einen Führerschein besitzen, seit Jahren kontinuierlich abnimmt. (…)
Gerade in Großstädten kommen viele Menschen heute ohne eigenes Auto aus, dank Bus, Bahn, Taxi oder
Leih-Fahrrädern. Auch neue Angebote wie Uber, bei denen man vergleichsweise günstig eine Mietwagen samt
Fahrer bekommt, ermöglichen den Verzicht auf das eigene Fahrzeug. (…)
Beim Fahrlehrerverband Nordrhein hat man Veränderungen festgestellt. So würden speziell in ländlichen
Regionen bis zu zwei Drittel der Jugendlichen den Führerschein mit 17 Jahren machen, bei dem sie dann in
Begleitung fahren dürfen. „Im städtischen Bereich erleben wir eine gegenteilige Entwicklung“, sagt
Bartels: „Da werden die Leute, die einen Führerschein machen, eher älter.“ (…Man erlebe es) häufiger, dass
Menschen mit 23 oder 24 Jahren erst Fahrstunden nehmen, denn: „Sobald Mobilität erforderlich ist, machen
die Leute auch den Führerschein.“
(Florian Rinke, in: RP Online, 3. Mai 2019)
Die meisten Autos sind 80% ihrer Lebensdauer irgendwo geparkt. Während dieser Zeit kosten sie aber trotzdem Geld. Im Durchschnitt etwa 500€ im Monat. Es ist also keine schlechte Idee, nicht für ein ganzes Auto zu bezahlen, sondern nur für einzelne Fahrten damit. Zum Beispiel mit einem Taxi oder Bus.
Das derzeit größte Taxi- bzw. Ride-Hailing-Unternehmen der Welt kommt aus den USA und heißt Uber. Über
200 Millionen
Menschen in mehr als 15.000 Städten in über 70 Ländern nutzen monatlich die Uber-App zum Buchen von Fahrten,
und
weltweit werden täglich mehr als 40 Millionen Fahrten über die Plattform abgewickelt.
Dabei betreibt
Uber selbst nur wenige Autos. Uber vermittelt stattdessen jedem Fahrgast einen Fahrer oder eine Fahrerin,
der/die ein eigenes Auto
für Taxifahrten anbietet. Sowohl Fahrgäste als auch Fahrerinnen und Fahrer benutzen für die Buchung,
Navigation und Bezahlung
die Uber-App. Von beiden erhält Uber eine Gebühr für seine Vermittlung, von 20 € für eine Fahrt landen am Ende
ca. 15 € bei den Fahrerinnen und Fahrern.
Ein Algorithmus ist die Abfolge logischer Anweisungen, ähnlich einem Kuchenrezept oder einer Wegbeschreibung; anhand von Mathematik, Logik und Wahrscheinlichkeiten werden Arbeitsanweisungen in Computercode übersetzt, Computer werden dann mit Daten aus der Realität gefüttert und sollen damit ein bestimmtes Ziel erreichen.